Wandbild-Mosaik
Emma’s Tagebuch, Teil I
Farben, Fliesen und Freude - Die tollkühnen Gefährten des JBBZ auf den Spuren von Hundertwasser.
Am Anfang meines Einsatzes als Praktikantin hier im wunderschönen H2O, hörte ich schon von dem für mich noch sehr ominösen Projekt „Fliesenbild“, bei dem die ersten Arbeiten auf dem Innenhof der Einrichtung bereits in vollem Gange waren.
Ein solches Projekt überhaupt zu verwirklichen, war nur durch die finanzielle Unterstützung der Youthbank und des Toom-Baummarkts in der Silberhöhe möglich. Neben den großzügigen Spendern sind 10 Jugendliche die Säulen des Projekts, von deren Enthusiasmus ich absolut begeistert bin. Dieser hat mich nun auch dazu bewogen, selbst mit anzupacken.
Als erstes wurde ich in den 3-stündigen Shoppingmarathon im Baummarkt mit eingespannt, um die ganzen Materialien zu besorgen. Vorbereitungen über Vorbereitungen. Dank Michael, dem unerschrockenen und geduldigen Mentor des Fliesenbild-Projekts und Mitarbeiter im JBBZ, sehen ich und sicher auch meine Co-Arbeiter den Baumarkt mittlerweile als zweite Heimat an. Nach exzessivem Einkauf im Baumarkt, begannen nun die heiß ersehnten handwerklichen Arbeiten. Am 18.09.2010 war Freiwilligentag. Einige fleißige Helfer nutzten diesen Tag gut aus, haben mit dem Grundgerüst des Wandbildes begonnen und konnten damit dem nebulösen Projekt eine erste Gestalt geben. Es wurde gebohrt, mathematische Kenntnisse aus der hintersten Schublade des Gehirns gekramt und vor allem viel gelacht.
Doch das war nur der Anfang. Ich dachte, man müsste einfach nur Fliesen an die Wand kleistern und gut ist. Aber weit gefehlt! Zuvor mussten Gipsplatten durch eine Lasur wasserdicht gemacht und an ein Stahlgerüst angebracht werden. Du wirst es kaum glauben, aber ich, die für ihre Tollpatschigkeit bekannt ist, habe ohne größere Verletzungen mehrere Schrauben angebracht.
Kannst du dich noch an die Geschichte erinnern, als ich frontal gegen einen Baum gerannt bin und das vor meiner ganzen Sportgruppe? Naja, frei nach den Motto: Der Klügere gibt nach, lag ich, nicht der Baum wie du vielleicht vermutet hättest, einige Minuten auf dem Feldboden. Natürlich sorgten die verdächtig aussehenden Schrammen an meiner Wange noch längere Zeit für Gelächter. Ach herrje, aber wieder zurück zum Fliesenbild. Auch meine Kameraden wurden von ihren eigenen Fähigkeiten überrascht. Sie hörten interessiert auf die Anweisungen des Baumeisters Michael und schnitten erfolgreich Gipsplatten zurecht. So lernten vor allem die weiblichen Jugendlichen ganz neue Seiten an sich kennen. Ein absolutes Highlight sind darüber hinaus die entzückenden blauen Arbeitsanzüge, die dem Ganzen auch in Sachen „modische Höhepunkte” das gewisse Etwas geben.
Nach der Auslosung der Segmente (denn jeder soll für einen Teil des Bildes verantwortlich sein) bin ich gespannt, wie sich meine fleißigen Gefährten weiter schlagen und sich langsam ein Kunstwerk Stück für Stück zusammensetzt. Aber davon später mehr.
Tschüss Eure Emma