Yes, you can – Projekt der politischen Bildung, 2009
Ziel des Projektes war es, Kinder und Jugendliche für demokratische Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland fit zu machen, sie für die Themen Machtmissbrauch, Korruption, Rassismus und Rechtsextremismus zu sensibilisieren und wahlberechtigte Jugendliche zu überzeugen, an der „richtigen“ Bundestagswahl teilzunehmen.
Das Projekt „Wahlstudio“ war eine Idee des Klubrates und der Mitarbeiter des JBBZ Wasserturm. In gemeinsamen Sitzungen erarbeiteten sie Strategien, wie dieses Projekt attraktiv für die Teilnehmer wird und verteilten Arbeitsaufträge an die Mitglieder des Klubrates. In gemeinsamen Gesprächen offenbarte sich ein enormer Bedarf an Informationen zu den Ereignissen von 1933 bis 1945 und 1949 bis 1989. Daher planten die Macher Fahrten zum „Holocaust-Mahnmal“ und dem Mauermuseum „Haus Checkpoint Charlie“ in Berlin, einen Besuch der Mahn- und Gedenkstätten „Roter Ochse“ in Halle und der „NS-Tötungsanstalt“ Bernburg sowie eine Exkursion zum Landesparlament Sachsen-Anhalts nach Magdeburg. Sie nahmen am Jugendwahlprojekt U18 teil und richteten eines von vier offiziell registrierten Wahllokalen der Stadt Halle ein. Die Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit den Wahlprogrammen der größeren Volksparteien, gründeten eine (fiktive) eigene Partei, die Bunte Brötchen Partei (BBP) und führten einen aktiven Wahlkampf.
Selbstverständlich wurden alle Phasen des Projektes mit Video- und Fotokameras begleitet. Der aktive Wahlkampf mündete in die Gestaltung eigener Wahlplakate und die Aufstellung eigener Spitzenkandidaten. Ein Duell der Spitzenkandidaten fand bei einem „Fernsehauftritt“ in einem eigens dafür gestaltetem Wahlstudio (im umgebauten Saal) am 24.09.2009 in der Einrichtung statt.
Schließlich startete die letzte Phase des Projektes: Es gab eine Wahl nach dem Vorbild der Bundestagswahl.
Am 27. September 2009 wurde in der Zeit von 14.00 – 18.00 Uhr gewählt. Die Wahl wurde durch freiwillige Wahlhelferinnen und Wahlhelfer ermöglicht. Ab 18.00 Uhr gab es in unserem Wahlstudio dann erste Hochrechnungen und später auch das „amtliche“ Endergebnis (wird an dieser Stelle nicht verraten). Außerdem feierten die Teilnehmer eine super Wahlparty und beobachteten auf einer Leinwand den Verlauf der richtigen Bundestagswahl.